JULINA MEMORIAL SCHOOL FOR THE DEAF in ASL (american sign language)

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Julina Memorial School for the Deaf
Im Jahr 2005 gründete Father John-Paul Jjumba, der Hausgeistliche des Katholisch-Sozialen Instituts in Bad Honnef, in seinem ehemaligen Elternhaus eine Gehörlosenschule im Andenken an seine verstorbene Mutter Juliet Nakiyingi.

Die Schule ist für alle gehörlosen Kinder offen, unabhängig von Weltanschauung und Religion.

Das Ziel von Father John-Paul ist es, mit seiner Schule den Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen und sie somit zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft zu machen. In Uganda sind behinderte Kinder von der Gesellschaft nicht anerkannt und werden daher häufig auch von ihren Familien ausgegrenzt. Im Falle der gehörlosen Kinder und Jugendlichen kommt hinzu, dass es sehr schwierig ist, mit ihnen zu kommunizieren, zumindest denkt man das. Die einfachsten Grundbegriffe lernt man im Umgang mit den Kinder jedoch schnell und man verliert auch rasch jede Scheu, weil die Kinder auch Fremden mit großer Freude und unvoreingenommener Neugierde entgegentreten.

Zu Beginn zählte die Schule 16 Kinder, wuchs aber rasch, da es in der nahen Umgebung keine vergleichbare Einrichtung gibt. Mittlerweile zählt die Schule über 65 Kinder, die von derzeit 10 Lehrern unterrichtet werden. Die Schule platzt aus allen Nähten, daher können trotz großer Nachfrage keine weiteren Kinder aufgenommen werden.

Die Julina Schule ist eine Grundschule nach dem englischen Schulsystem. Es wird Unterricht von der ersten bis zur sechsten Klasse erteilt. Neben dem üblichen Schulunterricht erhalten die älteren Kinder und Jugendlichen auch berufspraktischen Unterricht. Das Angebot umfasst handwerklich orientierte Kurse, wie Nähen, Stricken, Schreinern oder das Friseurhandwerk. Zudem bietet die Schule Computerkurse an. Die Julina Schule bietet diesen jungen Menschen eine fundierte Bildung verbunden mit praktischer Ausbildung, so dass auch sie trotz ihrer Behinderung eine gute Basis für ein fast normales Leben haben.

Langfristig soll die Julina Schule vergrößert werden. Zu der jetzigen Primary School soll noch ein Sekundarzweig aufgebaut werden. Bislang gibt es in ganz Uganda nur eine weiterführende Schule für taubstumme Jugendliche und diese ist weit entfernt.

Es konnte bereits zu günstigen Konditionen ein Stück Land erworben werden, auf dem später ein größeres Schulgebäude mit Küche, Mensa, Schlafräumen und sanitären Einrichtungen entstehen soll. Um das Ziel des dringend erforderlichen Schulneubaus langfristig verwirklichen zu können, ist jede Spende willkommen. Gerne können auch Patenschaften für Kinder aus besonders bedürftigen Familien übernommen werden, um für Schulgeld, Verpflegung und Schulmaterial zu sorgen.
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